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WAS IST IMMUNOLOGIE?

Die Immunologie ist die Lehre von der Abwehr von Krankheitserregern und krankmachenden Stoffen. Unser Immunsystem dient dazu, Krankheitserreger zu erkennen und zu deaktivieren. Dieser Vorgang ist sehr komplex. In seltenen Fällen kann es auch zu Fehlfunktionen dieser Abwehrmechanismen kommen. Im Rahmen von sogenannten Autoimmunerkrankungen erkennt das Immunsystem körpereigenes Gewebe als fremd und will dieses bekämpfen (das Immunsystem richtet sich gegen körpereigene Strukturen). Es kann zu schweren Entzündungsreaktionen mit Schäden am betroffenen Gewebe und in den betroffenen Organen kommen.

Wie wirken sich Autoimmunkrankheiten aus?

Autoimmunerkrankungen können beinahe alle Körperstellen betreffen wie etwa Gelenke, Haut, Blutgefäße, Lunge und Nieren. Auch chronisch entzündliche Darmerkrankungen, wie z.B. Colitis ulcerosa zählen dazu. Viele dieser Erkrankungen sind schmerzhaft, werden mit der Zeit schlimmer oder verlaufen in Schüben.

Quick Facts:

In Österreich leidet ein knappes Viertel der Bevölkerung an rheumatischen Beschwerden. Diese umfassen mehr als 400 verschiedene Krankheitsbilder. Die häufigste entzündliche rheumatische Gelenkserkrankung ist die Rheumatoide Arthritis.

Muskuloskelettale Erkrankungen, wozu unter anderem auch entzündliche Erkrankungen wie Osteoarthritis oder rheumatoide Arthritis zählen, sind auf globaler Ebene, der primäre Faktor für körperliche Beeinträchtigung, wobei Schmerzen im unteren Rückenbereich weltweit die Hauptursache für Beeinträchtigungen sind.

Therapieformen

Entzündliche Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, des Verdauungstraktes oder der Haut werden häufig zunächst mit entzündungshemmenden und schmerzlindernden Basismedikamenten behandelt. Die Einführung von Biologika (biotechnologisch hergestellte körpereigene Botenstoffe und Eiweiße) stellt eine neuere Kategorie von Arzneistoffen dar, welche bei Patienten, die mit einer Basistherapie nicht das Auslangen finden, zum Einsatz kommt. Medikamente mit biologischen Wirkstoffen hemmen gewisse Botenstoffe der Entzündung und können ein Fortschreiten der Erkrankung beeinflussen.

AT-NON-01093, Erstellt April 2022