Osteoporose

Bild: Ältere Person stützt sich auf eine Gehhilfe

Epidemiologie

Insgesamt sind es 75 Millionen Menschen, die alleine in Europa, Japan und den USA von dieser Erkrankung betroffen sind. In den letzten Jahren gab es weltweit einen 4-fachen Anstieg an osteoporosebedingten Knochenbrüchen. Es wird geschätzt, dass es in Österreich 740.000 Erkrankte über 50 Jahre gibt, davon 617.000 Frauen.

 

Ursachen

Beim gesunden Menschen stehen Knochenaufbau und Knochenabbau in einem harmonischen Gleichgewicht: Beim Osteoporosepatienten kommt es jedoch über einen langen Zeitraum zu einem massiven Ungleichgewicht zwischen beiden Komponenten des Knochenstoffwechsels. Der Abbau überwiegt den Aufbau. Beim Vorliegen einer Osteoporose ist hierbei die Knochenstruktur bereits so stark geschwächt, dass das Risiko von spontanen Knochenbrüchen oder einem Knochenbruch nach minimaler Belastung gegenüber knochengesunden Menschen erhöht ist.

 

Bis Anfang 30 steigt beim gesunden Menschen die Knochendichte. Das erreichte Maximum hängt hierbei vor allem von einer kalziumreichen, ausgewogenen Ernährung und ausreichender körperlicher Bewegung ab. Anschließend, zunächst sehr langsam, kommt es zu einer stetigen Abnahme der Knochendichte.

 

Symptome

Osteoporose ist eine still verlaufende Krankheit, die sich zunächst ohne bemerkbare Beschwerden entwickelt. Es gibt keinerlei typische Frühsymptome, sodass das erste Zeichen praktisch immer ein Knochenbruch ist. Ein Sturz aus Stehhöhe oder das Heben eines schweren Gegenstandes kann hier aufgrund der stark geschwächten Knochenstruktur zu einem Knochenbruch führen.

 

Schmerzen im Bewegungsapparat, Abnahme der Körpergröße und verkrümmter Rücken sind oft typische Anzeichen einer Osteoporose.

 

Diagnose

Die Osteoporose-Diagnose beruht in der Regel auf der Erhebung umfangreicher Daten zur Krankenvorgeschichte, wie z.B. zu bisher aufgetretenen Knochenbrüchen, dem Lebensstil und Ernährungsgewohnheiten und einer körperlichen Untersuchung. Darüber hinaus wird die Verdachtsdiagnose durch Röntgenaufnahmen und/oder eine Messung der Knochendichte bestätigt.

 

Eine Standarduntersuchungsmethode ist die Knochendichtemessung mit der DEXA-Methode (Dual Energy X-Ray Absorptiometry), eine spezielle Form der Röntgenuntersuchung, welche wenig Strahlenbelastung verursacht. In manchen Fällen wird zusätzlich eine Blut- oder Harnuntersuchung durchgeführt.

 

Therapie

Die Grundlage jeder Osteoporosetherapie bildet die Versorgung mit ausreichend Vitamin D (800 – 2000 Einheiten täglich) und Kalzium (1000 mg täglich).

 

Für die medikamentöse Behandlung stehen folgende Arzneimittel zur Auswahl:

 

Bisphosphonate: Durch eine Hemmung des Knochenabbaues erhöhen sie die Knochendichte und die Knochenfestigkeit und reduzieren das Risiko für Knochenbrüche.

 

Selektive Östrogen-Rezeptor-Modulatoren haben die positive Wirkung wie das körpereigene Hormon Östrogen am Knochen. Sie senken den Knochenabbau und regulieren den Knochenstoffwechsel.

 

Das Parathormon-Fragment fördert die Bildung neuer Knochenstrukturen.

 

Strontiumranelat steigert den Knochenaufbau und hemmt den Knochenabbau.

 

Östrogene: Nach den Wechseljahren kommt es zu einem Abfall des weiblichen Hormons Östrogen, was eine Hauptursache für die Entstehung einer Osteoporose ist. Durch Verabreichung dieses Hormons im Rahmen der genannten Hormonersatztherapie wird ein übermäßiger Knochenabbau verhindert.

 

Hinweis: Dieser Text dient zu Ihrer allgemeinen Information. Bitte suchen Sie einen Arzt auf, wenn Sie Fragen oder Beschwerden haben.