Onkologie

Bild: Jungen Frau liegt in einem Kernspintomographen

Epidemiologie

Laut einem Bericht der Weltgesundheitsbehörde WHO ist Krebs unter den nicht ansteckenden Krankheiten die zweithäufigste Todesursache. Im Jahr 2008 starben weltweit 7,6 Millionen Menschen an Krebs. 3,6 % der ÖsterreicherInnen haben oder hatten schon einmal ein Krebsleiden, das sind knapp 290.000 Menschen.

 

Ursachen

Nicht für jede Krebserkrankung konnte man bisher konkrete Ursachen feststellen. Fakt ist, dass es zu einer Veränderung im Erbmaterial von bestimmten Körperzellen kommt. Diese Veränderung bewirkt ein unkontrolliertes Wachstum. Auslöser für die Entstehung von Krebs können äußere Einflüsse, wie Sonnenstrahlung aber auch ungesunde Lebensweise, wie Rauchen, Umweltgifte oder Infektionskrankheiten sein. Defekte am Erbmaterial können auch spontan entstehen oder vererbt werden.

 

Symptome

Unter dem Begriff Krebs sind sehr viele verschiedene Arten dieser Erkrankung zusammengefasst. Jede Krebsform hat einen für sie speziellen Verlauf und verursacht eigene Beschwerden.

 

Generell gilt, dass zu Krankheitsbeginn die PatientInnen keine Beschwerden haben, was auch der Grund dafür ist, dass Krebs oft spät erkannt wird.

 

Viele Krebsarten gehen mit allgemeinen Beschwerden wie Nachtschweiß, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Fieber oder auch Schmerzen an der betroffenen Körperstelle einher.

 

Diagnose

Bei Verdacht auf Krebs wird im ersten Schritt eine allgemeine Blutuntersuchung durchgeführt und die Krankengeschichte erhoben.

 

Danach folgen je nach Krebsverdacht Untersuchungen mit bildgebenden Verfahren wie Ultraschall, Röntgen, Computer- (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT).

 

Abhängig von der vermuteten Kebsart folgen weitere diagnostische Maßnahmen.

 

Gesichert wird die Diagnose Krebs durch die Entnahme und anschließende Untersuchung einer Gewebeprobe.

 

Therapie

Für die Behandlung von Krebs steht eine Reihe von therapeutischen Möglichkeiten zur Verfügung, die auch in Kombinationen zum Einsatz kommen:

 

Die operative Entfernung hat das Ziel, einen Tumor vollständig zu entfernen. In bestimmten Fällen kann jedoch auch die teilweise Entfernung sinnvoll sein, um die Beschwerden zu vermindern und die Lebenszeit zu verlängern.

 

Chemotherapie (Zytostatika): Das unkontrollierte Wachstum der veränderten Körperzellen - und als Folge des Tumors - wird durch diese Substanzen verhindert oder gebremst. Oft werden mehrere Zytostatika kombiniert, um den Therapieerfolg zu erhöhen.

 

Bei einer Strahlentherapie wird der Tumor durch eine Bestrahlung mit hoher Energie in seinem Wachstum gehemmt.

 

Hormone steuern das Wachstum bestimmter Zellen, daher kann die Ausbreitung mancher Tumore durch eine Hormontherapie gehemmt werden.

 

Monoklonale Antikörper hemmen beispielsweise Substanzen, die das Tumorwachstum anregen, oder auch die Bildung von neuen Blutgefäßen, was zur Folge hat, dass der Tumor durch die verminderte Zufuhr an Nährstoffen und Sauerstoff nicht wachsen kann.

 

Andere Wirkstoffklassen greifen gezielt in den Stoffwechsel von Krebszellen ein und hindern diese am Wachstum. Hier zählen die sogenannten Tyrosinkinase-, Proteasomhemmer und Purinnucleosidphosphorylasen.

 

Wichtig sind in der Therapie von Krebs auch die begleitenden Maßnahmen, z.B. die Behandlung von Übelkeit und Erbrechen bei der Chemotherapie, die den Erfolg einer Krebsbehandlung maßgeblich beeinflussen können. Zu den sogenannten supportiven Maßnahmen zählen auch Schmerzmittel, psychoonkologische Betreuung und Rehabilitation.

 

Hinweis: Dieser Text dient zu Ihrer allgemeinen Information. Bitte suchen Sie einen Arzt auf, wenn Sie Fragen oder Beschwerden haben.