Hypertonie

Bild: Arzt beim Blutdruckmessen

Epidemiologie

Weltweit leiden derzeit fast 1 Milliarde Menschen an Bluthochdruck (Hypertonie). Im Jahre 2025 wird die Zahl auf 1,56 Millionen angewachsen sein. In Österreich sind 21,3 % der Bevölkerung – also in etwa 1,7 Millionen ÖsterreicherInnen - davon betroffen, rund die Hälfte davon sind Patienten über 60 Jahre.

 

Ursachen

Es ist unbestritten, dass eine ungesunde Lebensweise wesentlich zur Entwicklung eines Bluthochdrucks beitragen kann. Zu diesen Faktoren zählen vor allem Bewegungsmangel, Übergewicht, ungesunde Ernährung, hoher Alkoholkonsum und Rauchen.

Ältere Menschen und DiabetikerInnen haben ein erhöhtes Risiko eine Hypertonie zu entwickeln. Man weiß auch, dass hoher Blutdruck vererbt werden kann.

 

Symptome

Kopfschmerzen am Morgen, Nasenbluten, Ohrensausen und unregelmäßiger Herzschlag sowie Abgeschlagenheit und Schlaflosigkeit sind mögliche Symptome für Hypertonie.

 

Viele PatientInnen mit Bluthochdruck haben gar keine Beschwerden, eine bestehende Hypertonie kann daher jahrelang, manchmal jahrzehntelang unbemerkt bleiben. Das ist auch der Grund, weswegen er oft erst entdeckt wird, wenn bereits Folgeschäden an den Gefäßen oder Organen wie Gehirn, Herz oder Nieren eingetreten sind und diese dann Symptome auslösen. Als schwerwiegendste Folgeerscheinungen der Hypertonie gelten Herzinfarkt, Schlaganfall, Erblindung oder Nierenversagen.

 

Diagnose

Um einen Bluthochdruck sicher zu diagnostizieren, sind wiederholte Blutdruckmessungen an verschiedenen Tagen und möglichst zu unterschiedlichen Tageszeiten notwendig.

 

Im weiteren Verlauf der körperlichen Untersuchung werden Herz und Lungen abgehört sowie die Nieren und der Augenhintergrund untersucht. Zu erweiterten Untersuchungen zählen unter anderem der Ultraschall der Halsschlagader und der Nieren-, bzw. der Blutgefäße. Mögliche Begleiterkrankungen werden durch eine Blut- und Urin- und weitere Untersuchungen abgeklärt.

 

Therapie

Das wichtigste Ziel der Hypertonie-Behandlung ist es, das durch den Bluthochdruck gesteigerte Risiko für Folgeerkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt möglichst gut zu reduzieren. Dazu muss der Blutdruck konsequent gesenkt werden.

 

Blutdrucksenkenden Medikamenten setzen an den verschiedenen "Stellschrauben der Blutdruck-Regulation" im Körper an:

 

  • Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten verhindern direkt eine Gefäßverengung, damit muss das Herz nicht mehr gegen übermäßigen, druckinduzierten Gefäßwiderstand arbeiten.
  • ACE-Hemmer wirken indirekt der Gefäßverengung entgegen
  • Kalzium-Antagonisten reduzieren eine erhöhte Herzaktivität.
  • Beta-Blocker verringern unter anderem eine erhöhte Herzaktivität, und teilweise wirken sie auch gefäßerweiternd.
  • Diuretika sind entwässernde und salzausscheidende Medikamente. Sie können zu einem gewissen Grade die Belastung des Herzens vermindern.

    Um einen maximalem Effekt zu erzielen, werden in vielen Fällen unterschiedliche Medikamente miteinander kombiniert.

 

Hinweis: Dieser Text dient zu Ihrer allgemeinen Information. Bitte suchen Sie einen Arzt auf, wenn Sie Fragen oder Beschwerden haben.