Asthma

Bild: Oberkörper eines Mannes wird mit Stethoskop abgehört

Epidemiologie

Etwa 7 % der Österreicher leiden an Asthma, das sind über 500.000 Erkrankte. Diese chronische Erkrankung der Lunge betrifft Jung und Alt, es sind aber doppelt so viele Kinder wie Erwachsene betroffen. In den letzten Jahrzehnten hat die Zahl der Asthmatiker zugenommen. Innerhalb von Europa ist die Zahl der Asthmakranken von Land zu Land sehr unterschiedlich. Man erkennt aber ein Ost-West-Gefälle, das heißt die Häufigkeit von Asthma ist in Osteuropa geringer als in Westeuropa.

 

Ursachen

Typisch für Asthma ist eine chronische Entzündung der Atemwege. Es kommt zu einem „Fehlalarm“ des Immunsystems, es kann nicht mehr zwischen gefährlichen und harmlosen Substanzen unterschieden werden.

Bei Asthma wird zwischen zwei Hauptformen unterschieden: dem allergischen und dem nicht-allergischen Asthma:

 

  • Allergisches Asthma: Auslöser sind sogenannte Allergene wie z.B. Pollen, Tierhaare oder bestimmte Lebensmittel.
  • Das nicht-allergische Asthma beginnt oft nach Atemwegsinfekten. Die Betroffenen reagieren auf das Einatmen kalter Luft, Tabakrauch oder auf körperliche Belastung mit einer Verengung der Atemwege.

 

Symptome

Typische Krankheitszeichen bei Asthma sind pfeifende Atmung (Giemen), Kurzatmigkeit bis hin zur Atemnot, Husten und Engegefühl in der Brust. Zwischen den Asthma-Anfällen sind manche Asthmakranke völlig beschwerdefrei. Bei schwerem Asthma leiden die Betroffenen dagegen ständig unter Symptomen. Die Stärke der einzelnen Symptome schwankt individuell.

 

Beim akuten Asthmaanfall verkrampft sich die Muskulatur der Atemwege stark. Die Atemwege werden enger. Gleichzeitig schwillt die Schleimhaut an und sondert vermehrt zähen Schleim ab. Der Durchlass für den Luftstrom wird behindert. Es kommt zur akuten Atemnot bis hin zum Erstickungsgefühl.

 

Diagnose

Der Lungenfacharzt führt Lungenfunktionstests wie z.B. den Bronchospasmolysetest durch. Häufig kann ein Arzt mit dem Stethoskop pfeifende und rasselnde Lungengeräusche auch dann hören, wenn sie normal nicht wahrnehmbar sind. Labortests dienen zur Abklärung, ob es sich um ein allergisches Asthma handelt: Allergiker haben erhöhte Werte von IgE-Antikörpern im Blut und reagieren positiv auf Allergietests wie beispielsweise den Prick-Test.

 

Therapie

Im Vordergrund der Behandlung steht die Entzündungsbekämpfung in der Lunge. Dies passiert durch kortisonhältige Medikamente, sogenannte Glucocorticoide, die je nach Schweregrad entweder inhaliert (als Spray) oder oral (als Tablette) eingesetzt werden.

Bei leichtem und mittelschwerem Asthma, bei dem Glucocorticoide als Therapie nicht ausreichen, wird in vielen Fällen zusätzlich ein Leukotrien-Rezeptor-Antagonist eingesetzt. Dieser hemmt andere Entzündungsmechanismen als dies durch Glucokortikoide geschieht. Ab einem mittelschweren Asthma wird zur Erweiterung der Atemwege und Schleimlösung die Gabe von Theophyllin und einem lang wirksamen Beta-2-Agonisten empfohlen.

 

Zur Behandlung einer akuten Asthmaattacke werden krampf- und schleimlösende Medikamente, sogenannte "Reliever", verwendet: Hierzu zählen kurzwirksame Beta-2-Agonisten und Anticholinergika.

 

Beim allergischen Asthma sollte auch eine nichtmedikamentöse Therapie erfolgen: Allergieauslösender Faktoren (Allergene) sollten vermieden werden.

 

Hinweis: Dieser Text dient zu Ihrer allgemeinen Information. Bitte suchen Sie einen Arzt auf, wenn Sie Fragen oder Beschwerden haben.